- 754 Jahre Hatzbach

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Gedichte - Erika Lerch 013

Mein Hatzbachtal

Dort wo der Wind vom Eichwald weht
und unser kleines Kirchlein steht,
im stillen Tal das Bächlein rauscht,
in diesem Tal sind wir zu Haus.

Es ist das kleine Hatzbachtal,
wo noch die Mühlen stehn im Tal.
Einst mahlten sie für uns das Korn,
das Mühlrad drehte sich nach vorn.

Im Steinbruch einst der Hammer klang
und in dem Baum das Vöglein sang,
das Vögelein es singt noch heut’,
jedoch der Hammerklang - der ist vorbei!

In unserm schönen Hatzbachtal,
da blühen Blumen ohne Zahl.
Der Schäfer mit der Herde zieht
und still für sich singt er ein Lied.

Hast Du das alles schon geseh'n?
Die Täler und die sanften Höhn?
Bleib auch einmal ein Weilchen steh'n,
mein Hatzbachtal, wie bist Du schön!

Erika Lerch

Festschrift zur 750-Jahrfeier

Festschrift zur 750-Jahrfeier in Hatzbach ab 29. Juli erhältlich

Erstmals seit der 700-Jahrfeier 1962 wurde in Hatzbach wieder Geschichte geschrieben: Rechtzeitig vor der Festwoche zur 750-Jahrfeier des Dorfes Hatzbach vom 8. bis 13. August kann ab dem 29. Juli die neue Festschrift erworben werden. Sie basiert im Kern auf der vor 50 Jahren erschienenen Festschrift von Peter Seibert, wurde aber im geschichtlichen Teil erheblich erweitert und räumt auch der Gegenwart breiten Raum ein. Das Buch enthält das Festprogramm und berichtet auf insgesamt 256 Hochglanzseiten viel Wissenswertes aus der Vergangenheit und Gegenwart des Dorfes Hatzbach.

So erfährt der Leser, wie es zur ersten urkundlichen Erwähnung Hatzbachs am 14. Mai 1262 kam, als Hartmann von Bauerbach und seine Frau Gertrud dem Kloster Haina die Hälfte ihrer Mühle in Hatzbach schenkten. Die Entwicklung des Dorfes wird in verschiedenen Teilbereichen in separaten Kapiteln dargestellt. So enthält das Buch u.a. Beiträge zur baulichen Entwicklung, zur Entwicklung der Lebensmittelversorgung, der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und der Landwirtschaft. Bilder von früher und heute illustrieren die Entwicklungen bis zum heutigen Tag. Es wird von alten und fast in Vergessenheit geratenen Bräuchen und Einrichtungen wie Backhaus, Spinnstube, Hausschlachtung, Heidelbeerpflücken und vielem mehr berichtet. Ins tiefe Mittelalter führt die Sage vom Jungfernborn zurück. Aber nicht nur die Sage wird in der Festschrift erzählt, sondern das gleichnamige Theaterstück, das dieses Jahr am 15. Juni in Hatzbach seine Welturaufführung hatte, wird mit seinen einzelnen Akten vorgestellt. Viele Bilder von der Theateraufführung mit den prächtigen historischen Kostümen illustrieren den Beitrag.

Ein Beitrag befasst sich mit einer Hatzbacher Besonderheit, dem Hatzbacher Friedhof, der mit seinen Familiengrabstätten nach ostpreußischem Vorbild bundesweit einzigartig ist. Eine weitere Hatzbacher Besonderheit war und ist der jüdische Friedhof, der einmal ein großer Sammelfriedhof für die nähere Umgebung war. Warum dies so war und warum in Hatzbach im 19. Jahrhundert einer der größten jüdischen Gemeinden des heutigen Ostkreises war, kann man ebenfalls in der Festschrift nachlesen.

Es wird aber nicht nur aus der Hatzbacher Dorfgeschichte erzählt, sondern auch von Begebenheiten von überregionaler Bedeutung berichtet. So kann man u.a. nachlesen, warum vor 300 Jahren ein Schiffkanal von der Weser zum Rhein von Mengsberg her über die Rhein-Weser-Wasserscheide zum Hatzbach gebaut werden sollte, wie die “fünf Tugenden“ genannten Statuen des Bildhauers Johann Friedrich Sommer von 1718 nach Hatzbach kamen oder wie das Gefecht bei Emsdorf vom 16. Juli 1760 verlief. Auch über bemerkenswerte Lebensläufe einzelner Hatzbacher wird berichtet, so über den Auswanderer Heinrich Hartmann Hamel, der 1853 beim kalifornischen Goldrausch den Grundstock für sein späteres millionenschweres Vermögen erwarb oder über den Auswanderer Heinrich Jakob Weckesser, der 1854 fast zwei Tage bei schwerem Sturm in der Takellage seines auf Grund gelaufenen Segelschiffes verbrachte, bis er als einer der wenigen Überlebenden gerettet wurde.

Nicht nur die Vergangenheit wird thematisiert. Auch die aktuelle Situation in Hatzbach, das reichhaltige Vereinsleben, das laufende Dorferneuerungsprogramm und vieles mehr werden vorgestellt. Der Beitrag über das umfangreiche Programm beim stehenden Festzug am 12. August steigert die Vorfreude auf den Höhepunkt der Festwoche. Leckere alte Rezepte von „früher“ von Hatzbacher Spezialitäten, die beim stehenden Festzug am 12. August angeboten werden, machen schon jetzt Appetit.

Das Buch ist daher nicht nur für Hatzbacher lesenswert, sondern auch für alle brauchtums- und heimatgeschichtlich Interessierten und vor allem für diejenigen, die Hatzbach in der Festwoche vom 8. bis 13. August besuchen wollen. Nach der Lektüre der Festschrift wird man mit offeneren Augen durch Hatzbach gehen. Es empfiehlt sich daher, die Festschrift schon vor der Festwoche zu kaufen, um dann gezielt auf Entdeckungstour gehen zu können.

Da die Festschrift von über 80 Werbepartnern unterstützt wurde, wird diese kostengünstig für nur 9,00 Euro zum Verkauf angeboten. Der Vorverkauf beginnt am Sonntag, den 29. Juli 2012, im Festzelt in Hatzbach. Hier kann die Festschrift beim Frühschoppen und Spanferkelessen bei der Hatzbacher Kirmes ab 12.00 Uhr erworben werden.

Das lesenswerte Buch kann dann -solange der Vorrat reicht- bei allen Veranstaltungen in der Festwoche der 750-Jahrfeier vom 8. bis 13. August gekauft werden. Wegen der großen Nachfrage empfiehlt es sich aber die Festschrift bereits im Vorverkauf zu erwerben.

AK Festschrift

Hatzbach feiert Aufstieg

Quelle: OP vom 11.04.2016