- 754 Jahre Hatzbach

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Lebendiger Adventskalender 15

2014-12-15: Birgit Pausch

Lebendiger Adventskalender 15

1. Begrüßung: Als erstes möchte ich euch begrüßen und freue mich, dass ihr wieder alle gekommen seid.

2. Lied: 3 Strophen vom Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent“.

3. Heute wollen wir das 15. Fenster von unserem Kalender eröffnen.

Ihr fragt euch bestimmt was erwartet mich denn heute Abend. Nach Gedichten, schönen Geschichten und Frau Holle, bin ich nun an der Reihe. Vor vielen Jahren sang die bekannte Sängerin Nicole das Lied „Ein bisschen Frieden für diese Erde auf der wir wohnen“. Heute Abend wollen wir uns ein bisschen Frieden wünschen. Frieden für die ganze Welt, für Deutschland, für unser Dorf, für die Familie und nicht zuletzt für einen selbst. Deshalb fassen wir uns (jeder seinen Nachbarn) an die Hand und sagen uns gegenseitig „Friede sei mit Dir“.

Wir haben auf dem Hof eine Spirale aufgebaut mit einer Friedenskerze in der Mitte. Die Kerzen und die Engel stehen als Symbol dafür. Jeder darf sich eine Kerze nehmen, in die Spirale gehen und diese dann anzünden. Es darf sich auch jeder etwas im Stillen dazu wünschen oder die Kerze einem lieben Menschen widmen, was wir in unserer Familie für unsere Marianne tun, die sicherlich gerne dabei gewesen wäre. Die Kerzen dürft ihr natürlich mit nach Hause nehmen.

Birgit Pausch

Am Anfang stand eine Schenkung

Quelle: OP vom 14.05.2012

Gedichte - Erika Lerch 012

Landfrau ohne Beruf
von Erika Lerch

Unser Leben bewegt sich im Stall und im Haus,
so geht es tagtäglich, jahrein und jahraus;
uns wird nur selten ein Lob spendiert,
wir streiken auch nicht, wir sind nicht organisiert.

Wir füttern das Vieh, wir wenden das Heu,
wir quälen uns ab jeden Tag neu.
Wir richten das Essen und stopfen die Strümpfe,
bügeln die Wäsche und erfüllen noch Sonderwünsche.

Meist sind wir auf uns allein gestellt,
ob die Sonne scheint oder der Regen fällt.
Da hilft kein Jammern, wenn die Kühe ausgebrochen,
der Schlepper nicht anspringt, denn der Tank ist trocken.

Wenn ein Rind noch kalbt und keiner ist da,
es dann gemolken wird mit viel Trara,
es dir mit dem Schwanz um die Ohren schlägt, daß es so rauscht,
und der Melkeimer fliegt zu der Stalltüre raus...

Dann wäre ich am liebsten weit weg vom Schuß,
bei so etwas gibt es meistens Verdruß;
doch eins muß ich sagen, die Männer sind schlau,
schuld daran ist dann immer die Frau!
 Zum Geburtstag, da backen wir herrliche Torten,
nicht nur eine, nein, gleich mehrere Sorten,
Zeit für uns selbst haben wir fast nie,
Urlaub ist nur eine Utopie.

Wir haben zwar oft einen Sonnenbrand,
doch nicht von Teneriffa am Strand,
der wird uns vom Herrgott gratis beschert
als Zeichen, daß er den Bauernstand ehrt.

Wir nehmen das Wetter, wie der Herrgott es schickt,
und hat auch der Sturm die Halme geknickt;
nicht alles im Leben ist eitel Sonne,
wir bleiben für immer treu unsrer Scholle.

Wer in der Stadt hört schon morgens die Vöglein singen?
Sieht die Häschen hüpfen, die Rehlein springen?
Wir freuen uns über kleine Küken,
muntere Kälbchen und Schweinchen, die quieken.

Allen Freunden in Stadt und Land zum Gruß,
ich bin gern eine "Landfrau ohne Beruf!"