- 754 Jahre Hatzbach

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Gedichte - Erika Lerch 001

Ferienland Hessen - von Erika Lerch

Ferienland Hessen wie bist du so schön
in grüne Wälder gebettet.
Wiesentäler und sonnige Höhn
sind wie Perlen aneinander gekettet.

Machst du mal Ferien im Marburger Land
oh Freund dann bist du zu beneiden,
hier gibt es zu sehen so allerhand
du weißt dich nicht zu entscheiden.

In Marburg die Oberstadt und das Schloß
und so manche enge Gasse,
aber gehe nicht mit einem ganzen Troß
sonst kann dein Auge nicht alles fassen.

Geschnitzte Balken und Verse darauf
die so manchen Sturm überlebten,
schreib es in deinem Gedächtnis auf
was schon Generationen vor dir gelesen.

Neustadt der Junker-Hansen-Turm
das Schloß von Rauischholzhausen
das Hinterland ist wunderschön
oh Freund, hier mach mal Pause.

Aufgereiht an einer Schnur
des Hinterlandes Perlen
Holzhausen, Steinperf, Hartenrod
der Wind singt in den Erlen.

Erwischst du mal einen Regentag
ach Freund tu nicht verzagen,
fahr hin zum Waffelnachmittag
verwöhn mal deinen Magen.
 Im Schloß zu Biedenkopf kehr ein
hier gibt es feine Sachen
Waffeln zart und riesengroß
mit Himbeeren, Eis und Sahne.

Das war nur Marburg-Biedenkopf
wir können noch mehr bieten,
fahr mal auf die Amöneburg
bekannt in Nord und Süden.

Hier hat man einen weiten Blick
ins schöne Land der Hessen
und eins oh Freund welch ein Glück
hier kann man sehr gut essen.

Wandern kannst du durchs Hessenland
durch schattige grüne Wälder,
wink auch den Bauern einmal zu
die schaffen auf ihren Feldern.

Besuch auch mal das Rotkäppchenland
man nennt es heute Waldhessen,
durch die Gebrüder Grimm bekannt
das darfst du nicht vergessen.

Das ist von Hessen nur ein kleines Stück
ich kann es dir empfehlen
denkst du ans Hessenland zurück
dann kannst du was erzählen.

Und wenn es dir gefallen hat
dann sag es auch den Andern
mach hier und da auch einmal Rast
denn das gehört zum Wandern.

Kleines Dorf mit großen Vorhaben

Quelle: OP vom 30.04.2016

Urkunde

Hatzbach gehört heute politisch zum Landkreis Marburg. Es wird 1262 urkundlich erstmals erwähnt. Diese Urkunde ist lateinisch geschrieben und lautet in der deutschen Übersetzung:
Vor Amöneburg 1262, Mai 14
Hartmann von Bauerbach und seine Ehefrau schenken dem Kloster Haina eine Hälfte der Mühle in Hatzbach.
Ich, Hartmann von Bauerbach und Gertrud seine Ehefrau wollen, daß für alle Gegenwärtigen und Zukünftigen, die diese Urkunde einsehen, feststehe, daß wir mit gesamter Hand dem Zisterzienser Kloster St. Maria in Haina eine Hälfte der Mühle, die in dem Dorf, das Hatzbach genannt wird, gelegen ist und in jedem Jahr 4 Marburger Schillinge, 50 Eier, 1 Gans, und ein Huhn zur Fastnacht entrichtet, übertragen haben, um sie frei und zu rechten Eigentum zu besitzen, so jedoch, daß wir uns durch diese Urkunde verpflichten, dem Kloster aus unserem Eigentum Einkünfte im gleichen Werte anzuweisen, wenn dem Kloster aus irgendeinem Grunde an den vorgeschriebenen Einkünften etwas abgehen sollte. Damit aber diese unsere Schenkung, die durch uns geschehen ist von keinen unserer Erben später widerrufen werden kann, haben wir dem oft genannten Kloster die vorliegende Urkunde, bestätigt durch das Siegel der Stadt Amöneburg im Jahre des Herrn 1262 am Sonntag „Vocem iocunditatis". Zeugen dieser Sache sind: Gerhard der Pfarrer, Bertram der Rektor der Knaben in Amöneburg, Ritter Gumpert Imhof, Heinrich von Mölln, Heinrich Hencelen, Gerhard Münzer, Schöffen und viele andere, die es gesehen und gehört haben.