- 754 Jahre Hatzbach

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Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 018

Ortsdiener 018

Hatzbach: Blose

Von einem besonderen Kommunikationsproblem muss aus der Ohrgasse berichtet werden.

Unser weitbekannter und allseits geschätzter Schmiedemeister – der den hessischen Wurst- und Fleischspezialitäten durchaus nicht abgeneigt ist – ersteht seine geliebten oberhessischen Hausmacherspezialitäten (z.B. auch Leberwurstblasen) seit geraumer Zeit ein paar Häuser weiter bei Diehls Reinhold, seines Zeichens auch 2. Vorstand im Ev. Posaunenchor.

Doch nun zum Kommunikationsproblem: Bei einem seiner letzten Besuche wurde unser Schmiedemeister nun von unserem weitblickenden 2. Posaunenchorchef auf die im Januar stattfindende Goldene Hochzeit des Schmiedemeisters angesprochen:

Hier zunächst für alle Zuhörer sinngemäß die Frage in Hochdeutsch:

“Wie ist es denn mit einem Ständchen zu deiner Golden Hochzeit sehr verehrter Schmiedemeister?“

Nun die tatsächliche Frage des Vorstandes in Platt:

„Wie äses mem blose?“

Da unser Jubilar aber auch zwei Wochen vor seiner Goldenen Hochzeit offensichtlich nur ans Essen dachte, gab er dem verdutzten Bläservorstand keine Antwort, verschwand wortlos und die Schmiedemeistergattin meldete sich erst zwei Tage später im Auftrag ihres Mannes telefonisch bei Diehls mit den Worten:

„Mehr brouche kee Blose; mehr hunn noch genung Läwerworscht deheem!“

 

Gedichte - Erika Lerch 003

Das alte Bauernhaus

Der Sturm er rüttelt an den Balken
von unserem alten Bauernhaus.
Wie lange wird es wohl noch halten?
Es sieht arg mitgenommen aus.

Löcher schlug der Sturm ins Dach,
am Giebel kaum noch Schindel,
windschief hängt das Vordach herab,
nur der Balkenmann trägt noch sein Bündel.

Wo einst lustiges Lachen erklang,
ist heute alles still.
Kinderfüßchen trippelten den Hof entlang,
den heute keiner mehr haben will.

Im Kuhstall keine Kette mehr klirrt,
kein Stampfen von Pferdehufen,
nur eine Katze hat sich verirrt,
niemand antwortet auf mein Rufen.

Nichts ist geblieben von unsrer Welt
wo wir als Kinder gern spielten.
Stück für Stück alles verfällt,
die Zeit ist nicht stehengeblieben.

Die Felder wurden stillgelegt,
die manche Generation ernährten,
durch leere Gebäude der Wind jetzt fegt,
die Mensch und Vieh Obdach gewährten.

Wenn ich das alte Bauernhaus seh',
dann ist mein Herz voller Kummer.
Vielleicht wird man mich versteh'n:
Es war das Elternhaus meiner Mutter.

Erika Lerch alias Anna Hofer