- 754 Jahre Hatzbach

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Chronik des Posaunenchors

Chronik des Posaunenchors Hatzbach 

Am 11. Februar 1957 wurde im Haus des damaligen Vorstandes Johannes Martin im Besein des Pfarrers Iber mit einigen Kirchenvorstandsmitgliedern von der Bildung eines Posaunenchores in Hatzbach gesprochen. Es wurde daraufhin mit dem Diakon Reuse in Hephata verhandelt.

Durch Bekanntgabe in der Kirche kamen etwa 25 Personen zusammen, die Interesse an der guten Sache bekundeten. Zunächst wurden von Herrn Reuse etwa 8 junge Männer ausgesucht, vorerst nur 8 Instrumente (teils gebraucht), einige Bücher und einige Notenständer beschafft. Diese jungen Männer waren alle im Alter zwischen 15 und 20 Jahre.

In der ersten Zeit kam dann Herr Reuse wöchentlich einmal und brachte den jungen Männern die ersten Kenntnisse über Noten, Griffe und Tonbildung bei. „Ein schwerer Anfang". Da aber der Kirchenvorstand, Pfarrer Iber und der Bürgermeister Kehr dem jungen Posaunenchor alle Liebe und Hilfe zuteil werde ließen, konnte die Arbeit fruchtbar begonnen und weitergeführt werden.

Die Gemeinde hat nicht nur großes Interesse gezeigt, sondern auch große finanzielle Opfer gebracht. Dringend war ein Chorleiter nötig, der nun die begonnen Arbeit fortführte. Im Herbst 1957 kam dann der Diakon Petri von Kirchhain hinzu und hielt wöchentlich eine Übungsstunde. Einige leichte Lieder konnten dann bald in der Kirche der Gemeinde vorgeblasen werden.

Die Namen der ersten Bläser waren: Werner Kehr,  Walter Dewald, Walter Martin, Albert Bötel, Heinrich Schmidt, Günter Schmidt, Karl Martin, Heinrich Franz. Dank des Einsatzwillens dieser jungen Männer, gibt es den Posaunenchor Hatzbach.

1958 kamen weitere Bläser hinzu, und einer der Bläser war Heinrich Immel, dieser zeigte bald Chorleiterinteresse, welche er auch erlernte und bis zu seinem Ausscheiden aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1983 ausübte. Von 1959 bis zum heutigen Tag erhöhte sich die Mitgliederzahl der Aktiven stetig bis auf derzeit 28.

Herbert Möller der im Jahr 1959 dem Chor beitrat, übernahm nach dem Ausscheiden des alten Chorleiters Heinrich Immel 1983 dessen Tätigkeit und übte es bis zum Jahre 2005 aus. Ihm zur Seite steht ihm in dieser Zeit seine Tochter Bianka Möller, welche 1989 dem Chor beitrat.

Bei anderen Aktiven die aus bestimmten Gründen nicht mehr spielen konnten entstand der Wunsch dem Chor weiter passiv anzugehören. Hinzu kamen stetig erweiternd ein paar besonders an der Chorarbeit interessierten Mitglieder, so dass der Posaunechor heute auch 30 passive Mitglieder zählt, welche dem Posaunenchor bei festlichen Veranstaltungen tatkräftig zur Seite stehen.

Im Jahr 1993 konnte der Posaunenchor endlich in einen neuen Übungsraum umziehen, der sich im neu gebauten Bürgerhaus befindet, da der alte Übungsraum für den ständig wachsenden Chor nicht mehr ausreichte. 

Wie es der Aufgabenstellung entspricht, wirkt der Chor in erster Linie bei Festlichkeiten in den Kirchengemeinden mit. Er spielt aber auch zu kulturellen Veranstaltungen, Geburtstagsständchen, Hochzeiten und Jubiläen. Durchschnittlich wirkt der Chor bei ca. 30 Veranstaltungen im Jahr mit.

Neben dem Spielen von Kirchenchorälen werden aber auch Instrumentalmusik und Volkslieder gespielt. Aus diesem Grund wurde ein Schlagzeug angeschafft, welches von Helmut Pausch gespielt wird.

Um die Geselligkeit und das gute Miteinander zu fördern wird im Wechsel eine Ein-, bzw. Mehrtagesfahrt durchgeführt. Ebenfalls findet jedes Jahr ein geselliges Beisammensein für alle Mitglieder des Vereins statt. Neben der vielen Freizeit die jeder Bläser opfert, sei auch erwähnt, dass viele Bläser eigene Instrumente besitzen.

Im Jahr 2002 veranstaltete der Chor ein in seiner Geschichte noch nie da gewesenes Konzert mit dem Motto "Eine Reise durch die Welt der Musik". Der Chor bewies, dass er nicht nur Choräle, Märsche und Blasmusik sondern auch Moderne Stücke im Repertoire hat. Zum Konzert am 09. November 2002 waren über 300 Gäste gekommen um den Klängen des Chores zu lauschen.

Die Jugendarbeit wurde im Jahr 2002 mit großem Zuspruch angenommen, die Jungbläsergruppe bestand aus 10 jungen Bläserinnen und Bläsern, die von Bianka Möller und der damaligen Jugendwartin Katharina Schmidt ausgebildet wurden.

2005 fand eine große Veränderung im Chor statt. Am 25.Juni 2005 wurde der langjährige Chorleiter Herbert Möller für 25 Jahre Chorleitertätigkeit geehrt und mit einen großen Konzert mit Gastchören verabschiedet. Herbert Möller übergab während des Konzertes an seine Tochter Bianka Möller, die im Jahr zuvor die Prüfung zur Chorleiterin mit Bravur abschloss, den Dirigentenstab.

Bianka führte zum Besseren Einüben schwerer Stücke Probenwochenenden ein. Einmal im Jahr fährt der Posaunenchor auf ein solches Probenwochenende, das die Gemeinschaft zwischen „Alt und Jung" stärkt und den Zusammenhalt fördert. Dies zählt mittlerweile schon zu einer Art Tradition.

Wie ihr Vater auch, legt Bianka großen Wert auf Jungbläserausbildung, ihre Jungendarbeit zeichnet sich aus, denn im Jahr 2005 wurden 8 von 10 Jungbläserinnen und Jungbläser in den Chor übernommen. Wie man heute sehen kann sind von diesen 8 noch immer 7 aktiv im Chor dabei.

Seit fast einem Jahr besteht eine neue Jungbläsergruppe die aus 8 jungen Bläserinnen und Bläsern besteht. Der Chor macht es sich immer wieder zum Ziel in die Jugendarbeit zu investieren, denn Jugend ist die Zukunft jeden Chores.

 

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Gedichte - Erika Lerch 015

Hatzbächer Geschichten 1

von Erika Lerch

En Hatzbach ehr Leire ess immer wos los
em Feste feiern sei mer ganz groß
bei ins do kann so lejcht naut verderwe
on besser e Fest gefeiert wie feste geärwet.

Merem Schützenverein fungs die Pingste schun o
gegrillt on gewandert on wos drochte die Schuh,
de Sportverein dät o Fronleichnam brore
dos klappt bei en besser wie de Sonndog die Tore.

On des Feuerwehrfest well ejch net vergesse,
om Denkmol harre die Jonge de Kraanz vergesse,
ach du liewe Zeit dos kann doch passiern
de Kohl kriets bei ener Panne immer o die Nieren.

Vom Fest im die Kerch hun ejch schun geschrewwe,
on bei de Kermes do hun se de Bulle gererre,
ejch gläwe do gungs net so sachte zu
on die Weisleire harre erseht emol Ruh.

Om Sonndog harre mer des Leistungshüten ver de Deer
do gowe sich Schäfer on Prominenz die Ehr
sowos harre mer en Hatzbach noch net,
do zeigt sich die Harmonie zwesche Hond on Hirt,

On dos ene tu ejch ouch haure kund
besser wie en Mensch ess en treu brave Hond.
Der kennt ken Trug on Heuchelei
on beweist sei Treue jeden dog neu.

Insem Landrat hots bei ins gefall dos kunnt mer seh,
anerscht wie die Anderfer Hotvolee
insem Hirte vom Kreis en schine Gruß
nur sei Honne gih net so gutt bei Fuß.

On gestern do koom mer woss gutts en Sinn
sollt ejch mol dos große Los gewinn
da käf ejch e Zelt fer Hatzbach allee
bon dos blejbt da des gaanze Johr stih.

Da kinn mer gefeiern wos kost die Welt
mer sei inger Dach, mer hunche e Zelt,
da brouche die Aanderfer ke Bürgerhaus ze baue
es ess besser sie tu en Klee des Regenwasser staue.

Bei Aanderf on Hatzbach esses wie bei de Beigefreite
e Braut ohne Mitgift ess halt e Pleite,
mer Hatzbächer worre ke gurre Partie
äwwer ohne Blumme vo Aanderf esses en Hatzbach doch schie!