- 754 Jahre Hatzbach

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Zufallsbeiträge

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 003

Ortsdiener 003

Hatzbach: Ladykracher

Eine bemerkenswerte Begebenheit ist auch aus unserem Faschingsumfeld zu berichten, denn bei unserer Tanzgruppe den Ladykrachern ist der ganz große Babyboom ausgebrochen.

Da diese überdimensionale und deutlich über dem statistischen Durchschnittswert liegende Fruchtbarkeit unserer Tänzerinnen sich schon weit über die Dorfgrenzen hinaus herumspricht, haben sich bereits mehrere Wissenschaftler und Interessengruppen gemeldet, die der Sache auf den Grund gehen wollen.

So ist zum Beispiel die Frauengruppe „Jungfräuliche Empfängnis“ aus der Wetterrau der Meinung, dass die Tanzdarbietungen unserer Ladykracher hohe Anteile alter, sowohl keltischer als auch indianischer Fruchtbarkeitsrituale beinhalten.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen vermeldet wurde, versuchen bereits einige Ehemänner und Freunde ihre Partnerinnen nicht zu den Übungsstunden zu lassen, um sie vor ungewollter Schwangerschaft zu schützen.

Die Tänzerinnen der Ladykracher planen aber bereits im Voraus: Sie werden im nächsten Jahr nicht mehr als Ladykracher sonder als Mutter und Kind-Jazztanzgruppe auftreten und nennen sich dann die „Supernannys“.

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 029

Ortsdiener 029

Hatzbach: Stadtteil Backhausmerchels - Freiheitsberaubung

Ein besonderer Fall von Freiheitsberaubung wird mir von unserer Ostprovinz Backhausmerchels berichtet.

Noch nach 25 Ehejahren scheinen bei Backhausmerchels raue Sitten zu herrschen: Wie sonst ist es zu erklären, dass Gutsherrin Sigrid von Backhaus zu Merchels kurz vor Weihnachten von ihrem Schwiegervater Paul in der Garage eingesperrt wurde, indem er - kurz nachdem sie mit ihrem Passat in die Garage gefahren war - den elektrischen Garagentorschalter betätigte und seine Schwiegertochter quasi inhaftierte.

So ging man bisher mit Beigefreiten aus "Alt-Allendorf" eigentlich nur in den ersten Ehejahren um, um sie gefügig zu machen!

Sämtliche Hilferufe und Fluchtversuche - unsere Gutsherrin versuchte sogar kletternd ihren Arrestraum über die nebenan gelegenen Öltanks zu verlassen - scheiterten und hatten keinen Erfolg.

Erst als das Abendessen bei Backhausmerchels nicht pünktlich auf dem Tisch stand, wurde unsere Ostprovinzlerin vermisst, systematisch gesucht und schließlich von ihrem Mann aus der Einzelhaft befreit.

Unsere Gutsherrin Sigrid bittet in diesem Zusammenhang nun allerdings um Stillschweigen, da sie befürchtet die LVA bekommt von der Sache Wind und ihre 2-stündige Einzelhaft wirkt sich - genau wie bei jedem anderen "Knacki" und Häftling - als Sozialversicherungspflichtig, nicht anrechnungsfähige Erwerbszeit - negativ auf ihre Altersrente aus!

Die fünf Tugenden

Bildhauer
Johann Friedrich Sommer
(1671-1737)



Gar unauffällig, linker Hand, am Ortseingang aus Richtung Wolferode kommend, in einer Gartenanlage stehen sie. Hatzbachs unbekannte Kunstschätze aus dem 18. Jahrhundert. Einen langen Weg haben sie hinter sich, jene fünf Tugenden, in Stein zum Ausdruck gebracht. Damian Hugo von Schönborn, ein Mann der Kirche, ließ die Figuren ursprünglich für den Marburger Barockgarten, welcher heute nur noch als der alte Botanische Garten bekannt ist, anfertigen. Hierzu heuerte er seinerzeit in den Jahren 1718 und 1719 den Bildhauer Johann Friedrich Sommer (1671-1737) an, welcher sich dieser Tage in der Blütezeit seiner bedeutenden Bildhauerkarriere befand.

Drei der Figuren sind die Darstellung theologischer Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe); ihre Auswahl scheint klar im Hinblick auf die kirchliche Neigung des Auftraggebers. Warum sich von Schönborn allerdings für die Darstellung der  beiden Kardinalstugenden „Gerechtigkeit“ und „Mäßigkeit“ entschied, bleibt wohl ein Rätsel für alle Tage.

Sommer schuf die Figuren, mit all ihren Attributen, entsprechend ihrer Darstellung z.B. Kinder oder Falke, aus je einem Block Lahnsandstein. Sämtliche Tugenden werden durch in wehende Gewänder gekleidete Frauen dargestellt.

Ursprünglich trug Sommer im Jahre 1721 zu deren Verschönerung weiße Farbe auf; zur besonderen Hervorhebung der Intention hob er mittels Goldverzierung die angesprochenen Attribute separat hervor. Sommers Söhne wiederholten diese Prozedur im Jahre 1754; schon nach 33 Jahren; dies erklärt von selbst, dass jene Farbe von der Witterung verzehrt wurde und die Tugenden dieser Zeit im ursprünglichen Sandstein erscheinen. Lediglich schillerndes Moos schmückt sie heute.

Erst über ein Jahrhundert später fanden die Figuren ihren Weg zu ihrem bis dato letzten Bestimmungsort. Nach einem Brand im Barockgarten, im Jahre 1754, veranlasste der Stadthalter Christian von Isenburg deren Versetzung auf die Marburger Fasanerieinsel. Bei Streit und Auseinandersetzung wurden sie dort jedoch beschädigt, so dass ihnen noch heute zum Teil die Hände fehlen.

Schließlich erst im Jahre 1867 gingen sie im Rahmen der Mitgift zur Hochzeit in den Besitz der Familie von Knoblauch zu Hatzbach über. Auf deren Grund befinden sie sich seit jenem Tage.