- 754 Jahre Hatzbach

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Zufallsbeiträge

Kreuz & Quer - Hatzbach

Kreuz & Quer - Ein Audiobeitrag von FFH zum Friedhof in Hatzbach - November 2012

Hören Sie hier einen Radio-Beitrag von Torsten Scheuermann,
Redakteur bei Medio, der landeskirchlichen Medienagentur der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Der Beitrag lief am 25.11.2012 im Kirchenmagazin „Kreuz & Quer“ bei Hit Radio FFH.

(mit freundlicher Genehmigung durch Torsten Scheuermann)

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Gedichte - Erika Lerch 008

Im Wandel der Zeit
von Erika Lerch

Heute denk ich an früher zurück,
zurück an vergangene Zeiten,
wie das Leben früher mal war
kann heute kaum einer begreifen.

Man sagt oft die gute alte Zeit
doch die Zeit war nicht immer gut,
und unseren Vorfahren, das sage ich euch,
denen fehlte auch manchmal der Mut.

Im Morgengrauen das Futter gemäht
für das Vieh, das da wartet im Stall,
es ging schon sehr früh aus dem Bett,
lang vor dem ersten Sonnenstrahl.

Auch wir Kinder hatten schon unsre Pflicht,
gebraucht wurde jede Hand
und wenn man auch beim Aufladen nur
zum Aufpassen vor den Kühen stand.

Wenn dann die Erntezeit begann
hinaus ging’s mit Mann und Maus,
die Kühe wurden eingespannt,
nur die Oma blieb zu Haus.

Zuerst haben wir nur die Seile gelegt,
um die Garben zu binden,
die Stoppeln taten den Beinen weh
und die Krannen kratzten in den Strümpfen.

Als wir dann etwas größer waren
mußten wir die „Heuchel" halten,
wir hatten auch nicht immer Lust
und die Eltern manchmal schalten.

Sauber verlassen wurde stets das Feld,
nichts blieb auf der Erde liegen,
geändert hat sich jetzt die Welt,
bald wird man die Ernte unterpflügen.

Ich sah viele Felder, die nicht bestellt,
bewachsen mit Disteln und Dornen,
es gibt dafür auch noch viel Geld,
ist das die Saat von Morgen?

Unsre Vorfahren haben sich auf den Feldern gequält,
wo heute wächst Senf und Kamille,
für jeden Morgen Land das Geld sauer verdient,
ich weiß nicht, ist das Gottes Wille?

Heut fährt der Mähdrescher darüber hin,
dann der Häcksler, der Grubber,
was noch steht wird niedergemacht
bei uns ist doch alles in Butter!

Es gibt sehr viel Hunger auf dieser Welt
und Not und Armut und Sorgen,
ich glaube es ist nicht gerecht verteilt,
nicht der Reichtum und auch nicht die Sorgen.

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 045

Ortsdiener 045

Hatzbach: Messerverletzungen

Der Magistrat weist im Zusammenhang mit den historischen Aufführungen und Darstellungen im Rahmen der 750-Jahrfeier in Hatzbach auf die leichtsinnig und unvernünftig zugezogenen Schnittverletzungen durch hochdekorierte Ortbeiratsmitglieder hin, die in solcher Form nicht einfach hingenommen werden können, da bei weiterer anhaltender Unachtsamkeit im Umgang mit Messern und Schneidwerkzeugen jeglicher Art, die ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit des Ortbeirates aufgrund offenkundiger Selbstverstümmelung nicht mehr gewährleistet werden kann.

Binnen kurzer Zeit brachten sich 2 Ortsbeiratsmitglieder verheerende Schnittverletzungen zu.

Einerseits schaffte es unser jüngstes Ortsbeiratsmitglied – ein diplomierter Elektroingenieur – im letzten Akt der ersten Vorstellung des bewegten Theaters „Die Sage vom Jungfernborn“ durch unvorsichtiges Imponiergehabe vor seiner jungen Gespielin – der holden Luisa aus der Eichwaldstraße – sich mit einem gezielten Schnitt fast den Daumen abzutrennen und damit die weiteren Aufführungen zu gefährden, denn ein Ritter, der nicht mit einem Messer umgehen kann, ist es eigentlich nicht würdig einen Adeligen Vorfahren der Familie von Knoblauch zu verkörpern.

Dieser „Ritter von der traurigen Gestalt“ wird von nun an nur noch als „Ritter Wolfgang mit der getapten Hand“ in den Hatzbacher Geschichtsbüchern auftauchen.

Das zweite Ortsbeiratsmitglied – unser „Meckes für Alles“ – verbaute sich auf dem Hessentag in Wetzlar kurz vor dem Festzug die einmalige Chance der Teilnahme und musste feststellen, dass es nicht so einfach ist ein voll funktionstüchtiger Hatzjäger zu sein, und dass das Essen mit den scharfen Hatzjäger-Messern erst gelernt werden muss.

Unser Jung-Hatzjäger – oder soll man lieber sagen Meckie-Messer – fügte sich beim Verzehr der herzhaften Hatzjägerkost eine derartige Schnittverletzung im Mundinnenbereich zu, dass einige Hatzjäger Angst hatten, dass beim nächsten Posaunenchorauftritt die Backe des Trompeters platzen und die Luft dann mit einem Pfeifgeräusch unkontrolliert aus dem Wangenbereich austreten  und er neben der Trompete mit seiner Backe auch noch Panflöte spielen kann.

Nach meinen Informationen wurde die große Wunde im Klinikum in Wetzlar in der Eile so grob zusammengenäht, dass auf dieser Seite im Mundbereich eine solche Narbe entstanden ist, die unser stellvertretender Ortsvorsteher quasi als dritte Kauleiste nutzen kann, mit dem Vorteil, noch größere Schnitzel, noch schneller zu verzehren.