- 754 Jahre Hatzbach

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Impressionen

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Zufallsbeiträge

Gedichte - Erika Lerch 008

Im Wandel der Zeit
von Erika Lerch

Heute denk ich an früher zurück,
zurück an vergangene Zeiten,
wie das Leben früher mal war
kann heute kaum einer begreifen.

Man sagt oft die gute alte Zeit
doch die Zeit war nicht immer gut,
und unseren Vorfahren, das sage ich euch,
denen fehlte auch manchmal der Mut.

Im Morgengrauen das Futter gemäht
für das Vieh, das da wartet im Stall,
es ging schon sehr früh aus dem Bett,
lang vor dem ersten Sonnenstrahl.

Auch wir Kinder hatten schon unsre Pflicht,
gebraucht wurde jede Hand
und wenn man auch beim Aufladen nur
zum Aufpassen vor den Kühen stand.

Wenn dann die Erntezeit begann
hinaus ging’s mit Mann und Maus,
die Kühe wurden eingespannt,
nur die Oma blieb zu Haus.

Zuerst haben wir nur die Seile gelegt,
um die Garben zu binden,
die Stoppeln taten den Beinen weh
und die Krannen kratzten in den Strümpfen.

Als wir dann etwas größer waren
mußten wir die „Heuchel" halten,
wir hatten auch nicht immer Lust
und die Eltern manchmal schalten.

Sauber verlassen wurde stets das Feld,
nichts blieb auf der Erde liegen,
geändert hat sich jetzt die Welt,
bald wird man die Ernte unterpflügen.

Ich sah viele Felder, die nicht bestellt,
bewachsen mit Disteln und Dornen,
es gibt dafür auch noch viel Geld,
ist das die Saat von Morgen?

Unsre Vorfahren haben sich auf den Feldern gequält,
wo heute wächst Senf und Kamille,
für jeden Morgen Land das Geld sauer verdient,
ich weiß nicht, ist das Gottes Wille?

Heut fährt der Mähdrescher darüber hin,
dann der Häcksler, der Grubber,
was noch steht wird niedergemacht
bei uns ist doch alles in Butter!

Es gibt sehr viel Hunger auf dieser Welt
und Not und Armut und Sorgen,
ich glaube es ist nicht gerecht verteilt,
nicht der Reichtum und auch nicht die Sorgen.

Dorferneuerung 2010-03-30

Gedichte - Erika Lerch 013

Mein Hatzbachtal

Dort wo der Wind vom Eichwald weht
und unser kleines Kirchlein steht,
im stillen Tal das Bächlein rauscht,
in diesem Tal sind wir zu Haus.

Es ist das kleine Hatzbachtal,
wo noch die Mühlen stehn im Tal.
Einst mahlten sie für uns das Korn,
das Mühlrad drehte sich nach vorn.

Im Steinbruch einst der Hammer klang
und in dem Baum das Vöglein sang,
das Vögelein es singt noch heut’,
jedoch der Hammerklang - der ist vorbei!

In unserm schönen Hatzbachtal,
da blühen Blumen ohne Zahl.
Der Schäfer mit der Herde zieht
und still für sich singt er ein Lied.

Hast Du das alles schon geseh'n?
Die Täler und die sanften Höhn?
Bleib auch einmal ein Weilchen steh'n,
mein Hatzbachtal, wie bist Du schön!

Erika Lerch