- 754 Jahre Hatzbach

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Schächterbachtour 2. Platz

Quelle: OP vom 11.12.2012

Gedichte - Erika Lerch 002

Bauernlos!

Wir sind eine aussterbende Rasse
wir Bauern vom alten Schlag,
bei uns klingelt nicht mehr die Kasse
weil unsre Produkte bald niemand mehr mag.

Gesetze in Brüssel beschlossen
brechen uns bald das Genick,
am grünen Tisch mit Sekt begossen
bestimmt man unser Geschick.

Die Bauern die muß man bezwingen
ist der Bürokraten höchstes Gebot,
wie kann man sie nur dazu bringen
nicht mehr zu sorgen für das tägliche Brot.

Wo sind die Zeiten geblieben
als man den Bauernstand noch geehrt?
Wo sind die Jahre geblieben
als die Freundschaft mit einem Bauern noch was wert?

Heut nennt man uns Umweltverschmutzer,
bewirft unsern Berufsstand mit Dreck,
denkt mal an die Welt voller Hunger
vielleicht seid ihr dann nicht so keck.

Wir werden von oben herab belächelt,
leben nicht wie die Made im Speck,
auch ich hab für manchen nur ein Lächeln
steh ich auch mit den Stiefeln im Dreck.

Es gibt heut schon Bauerschinken
und Bauernbratwurst vom Grill
schlechte Zeiten uns winken,
weil man das in Brüssel so will.

Die Bauern zerlegt, scheibchenweise,
welch ein übler Scherz,
nicht grad auf die feine Weise
serviert man auch bald des Bauern Herz.

Erika Lerch das "Ännchen vom Hatzbachtal" 1991

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 047

Ortsdiener 047

Hatzbach: Hundeliebhaber

Mit Besorgnis weist das hessische Familienministerium auf die zunehmende Verwahrlosung von in der Öffentlichkeit stehenden Ehepartnern hin.

Auch in Hatzbach wurde diesbezüglich ein schwerer Fall aktenkundig. Wie aus gut unterrichten Kreisen des Familienministeriums bekannt wurde, ermittelt das Ministerium bereits gegen den Hatzbacher Ortsvorsteher, da er seine verhätschelten neuen Jagdhunde, ob sie nun Aaron oder Darko heißen, besser behandelt als seine Frau.

Während seine Hunde in der Öffentlichkeit mit Baldo-Wellness-Futter verwöhnt werden, muss sich seine Frau meist mit einer Bratwurst begnügen.

Auch ist er bei medienwirksamen Auftritten – ob nun in der Presse oder im Fernsehen – in letzter Zeit nur noch mit seinen Elite-Jagdhunden zu sehen, was die Frauenbeauftragte der Landesregierung auf den Plan brachte, die verlauten ließ, dass auch für jagdbesessene Ortsvorsteher gilt: „Mittelpunkte einer Familie muss nicht der Hund sondern die Frau sein!“

Als Vollzugsbeauftragter des Hessischen Familienministeriums legt der Hatzbote hiermit fest, dass der Hatzbacher Ortsvorsteher seine „First Lady“ in nächster Zeit mehr zu verwöhnen hat, entsprechende Restaurant-Quittungen sind dem Hatzboten als Beweismittel vorzulegen.