- 754 Jahre Hatzbach

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Gedichte - Erika Lerch 012

Landfrau ohne Beruf
von Erika Lerch

Unser Leben bewegt sich im Stall und im Haus,
so geht es tagtäglich, jahrein und jahraus;
uns wird nur selten ein Lob spendiert,
wir streiken auch nicht, wir sind nicht organisiert.

Wir füttern das Vieh, wir wenden das Heu,
wir quälen uns ab jeden Tag neu.
Wir richten das Essen und stopfen die Strümpfe,
bügeln die Wäsche und erfüllen noch Sonderwünsche.

Meist sind wir auf uns allein gestellt,
ob die Sonne scheint oder der Regen fällt.
Da hilft kein Jammern, wenn die Kühe ausgebrochen,
der Schlepper nicht anspringt, denn der Tank ist trocken.

Wenn ein Rind noch kalbt und keiner ist da,
es dann gemolken wird mit viel Trara,
es dir mit dem Schwanz um die Ohren schlägt, daß es so rauscht,
und der Melkeimer fliegt zu der Stalltüre raus...

Dann wäre ich am liebsten weit weg vom Schuß,
bei so etwas gibt es meistens Verdruß;
doch eins muß ich sagen, die Männer sind schlau,
schuld daran ist dann immer die Frau!
 Zum Geburtstag, da backen wir herrliche Torten,
nicht nur eine, nein, gleich mehrere Sorten,
Zeit für uns selbst haben wir fast nie,
Urlaub ist nur eine Utopie.

Wir haben zwar oft einen Sonnenbrand,
doch nicht von Teneriffa am Strand,
der wird uns vom Herrgott gratis beschert
als Zeichen, daß er den Bauernstand ehrt.

Wir nehmen das Wetter, wie der Herrgott es schickt,
und hat auch der Sturm die Halme geknickt;
nicht alles im Leben ist eitel Sonne,
wir bleiben für immer treu unsrer Scholle.

Wer in der Stadt hört schon morgens die Vöglein singen?
Sieht die Häschen hüpfen, die Rehlein springen?
Wir freuen uns über kleine Küken,
muntere Kälbchen und Schweinchen, die quieken.

Allen Freunden in Stadt und Land zum Gruß,
ich bin gern eine "Landfrau ohne Beruf!"

Es bleiben keine Wünsche offen

Quelle: OP vom 23.06.2017

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 013

Ortsdiener 013

Hessentag

Von dieser Stelle aus möchte ich ganz einfach mal die Gelegenheit nutzen, um den zahlreichen Hatzbacher Ehrenamtlichen aus Ortsbeirat, Vereinen, Feuerwehr aber auch allen engagierten Bürgern zu danken.

Bei der Flut an Sitzungen und Treffen wissen die „Meckes und Co“ oft zu Beginn einer Sitzung nicht, ob es diesmal um Ortspolitik, die Dorferneuerung, den Bunten Abend, die 750-Jahrfeier oder den von allen so geliebten und uns von der Stadt übergestülpten Hessentag 2010 geht.

Es kann nicht sein, dass ehrenamtlich tätige Bürger, die unzählige Stunden ihrer Freizeit investieren, aufgefordert werden in der Woche des Hessentages Urlaub zu nehmen, während städtische Angestellte für die gleichen Aktivitäten bezahlte Überstunden anhäufen. Immerhin wurde den Helfern unlängst ein Helfer-Tshirt mit dem Hessentagslogo versprochen.

Wie aus gut informierten Kreisen berichtet wurde, plant die Stadt, die Stadtverwaltung von Juli bis Dezember zu schließen, damit die vom Hessentag gestressten Angestellten der Stadtverwaltung ihre Überstunden abfeiern können.

Bürgermeister Vollmer plant weiterhin, dass die Ehrenamtlichen der Stadtteile in dieser Zeit unentgeltlich die Verwaltungstätigkeiten übernehmen, damit er in seinem Haus in Bayern die letzten Vorbereitungen für seinen Ruhestand im nächsten Jahr treffen kann.
Bürgermeister Vollmer fühlt sich in Bayern offensichtlich deshalb so heimisch, da die Alpenlandschaft ihn an die - durch die Ausrichtung des Hessentages - angehäuften Schuldenberge der Stadt erinnert.

Um die Schulden zu reduzieren, werden umfangreiche Gebührenerhöhungen auf die Bewohner zukommen: Die Erhöhung der Kindergartengebühren und der Grundsteuer sowie die Reduzierung der freiwilligen Leistungen der Stadt wurden ja bereits angekündigt.
Die blanke Panik seitens der Stadt wird allerdings erst beim Betteln um den Millionenzuschuss durch den Kreis deutlich. Hier gilt offensichtlich nicht die alte Regel: Wer bestellt bezahlt.

Das Ganze ist, wie wenn man sich ein neues Auto bestellt und dann bei der Sozialhilfe einen Zuschuss beantragt.

Das Fazit des Hessentages wird sicherlich in einigen Jahren sein:

Man hat uns zwar Pink präsentiert, dafür sieht die finanzielle Zukunft jetzt alles andere als rosig aus!