- 754 Jahre Hatzbach

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Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 022

Ortsdiener 022

Hatzbach, annektierte Ostprovinz Kahlsmühle: Pferde

Eine Eilmeldung erreichte mich aus unserer östlichsten Provinz, der Kahlsmühle. Mir wurde aus gut informierter Quelle angetragen, dass den Kahlsmüllern die Gäule durchgegangen seien. Der jüngste Sohn der Familie bestätigte auf Rückfragen diesen Sachverhalt, doch nun zu den Fakten aus der Kahlsmühle.

Unsere Mühlenbewohner ereilte unlängst ein Anruf eines Bürgers aus Lischeid, dass zwei entlaufene Pferde der Kahlsmühle wohlbehalten in Lischeid stehen würden.

Um die hochschwangere, reitende Tochter der Familie nicht zu gefährden, wurde der rotschöpfige Jungbauer und aktiver Fußballer beim SV Emsdorf umgehend mit der Rückholaktion beauftragt. Mit den zwei Pferden – jeweils eins an jeder Hand – machte sich unser „Kahlsboy“ zu Fuß auf den Weg nach Hause. Doch dort tauchte er auch noch nach Stunden nicht auf.

Erst nach einer Odyssee-Wanderung rund um Wetzstein, Hermannsberg und Kohlberg erreichte der junge Pferdeflüsterer wieder besiedeltes Gebiet am Forsthaus in Wolferode, von wo aus der völlig orientierungslose Pferdehalter dann einen Notruf per Handy absenden konnte. Augenzeugen berichteten, dass nicht ganz eindeutig ersichtlich war, wer mehr verstört gewesen wäre:

Marcel oder die Pferde?

Von ortskundigen Kahlsmühlenbewohnern wurden dann die Pferde sowie der von Krämpfen in den Armen geplagte und völlig dehydrierte Pferdehalter in die heimischen Boxen geführt.

Diese Wanderung hat auch das Interesse der Wanderfreunde Hatzbachtal geweckt. Der Pferdeweg wurde von ihnen rekonstruiert und wird bei der nächsten Internationalen Hatzbachtalwanderung als zweiter Permanentwanderweg – neben dem Wanderweg „Rund um den Wetzstein“ - offiziell als „Marcels-Pferde-Pfad“ eingeweiht! 

 

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 020

Ortsdiener 020

Hatzbach: Krippenspiel

Nachdem die - von mir schon vor 4 Jahren angeprangerten – chaotischen Zustände beim alljährlichen Krippenspiel sich keineswegs gebessert haben, wird nun unsere neue Pfarrerin Fülling gemeinsam mit dem Kirchenvorstand härter durchgreifen:

Für U-Boot-Christen – das sind die Christen, die nur zweimal im Jahr (nämlich Weihnachten und Ostern) auftauchen – also für die Hatzbacher U-Boot-Christen wird - wie von Frau Fülling beim Krippenspiel angekündigt -  im September ein Familiengottesdienst-Benimm-Lehrgang mit der Pfarrerin durchgeführt, in welchem grundlegende Fragen geklärt werden sollen, wie z.B.:

  • Was ist überhaupt eine Kirche?
  • Wie schaffe ich es einfach nur einmal eine halbe Stunde ruhig zu sein?
  • Warum darf ich nicht lauter reden als die Pfarrerin?
  • Warum setzt eine Pfarrerin für den Segen nicht einfach ein Megafon ein, um die Gemeinde zu übertönen?
  • Warum darf ich nicht schon vor dem Segen den Gottesdienst beenden, wenn die für das Krippenspiel eingeplanten 30 Minuten am Heiligen Abend überschritten sind?

Pfarrerin Fülling weist in diesem Zusammenhang auch noch einmal alle Eltern Kleinkindern darauf hin, dass im Neuen Testament steht: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht.“

Es steht nicht in der Bibel: „Lasset die Kinder zu mir kommen und verwehret ihnen Nichts“!

Abschließend noch eine Bemerkung meinerseits. Die Sammlung am Heiligen Abend ist immer auch für die Gemeinde bestimmt. So auch in diesem Jahr, in welchem der Erlös der Kirchenmusik zukommen sollte.

Doch wenn man die Geräusche in der Opferschale am Ausgang richtig deutet, reicht das gespendete Geld allenfalls für ein paar alte Blechinstrumente!

 

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 021

Ortsdiener 021

Leipzig: Luxusbus

Großes Aufsehen hat eine Reisegruppe des SSV Hatzbach im Oktober in Leipzig erregt, als man mit dem - laut Reiseunternehmer Zulauf aus Neukirchen – 4 Sterne Bus der Luxusklasse vor dem Marriott-Hotel im Zentrum von Leipzig vorfuhr. Als der Hotelmanager den sog. Luxusbus aus der Schwalm vorfahren sah, fühlte er sich in die Zeit der Wende zurückversetzt und dachte eine Gruppe osteuropäischer Spätaussiedler solle in seinem Hotel einquartiert werden.

Erst nach einigen Diskussionen – die Hotelleitung wollte aufgrund des ramponierten und rostigen Busses die Hatzbacher Gruppe schon in das Zentrale Auffanglager für Übersiedler nach Friedland weiterschicken – gelang es Dieter Erber das Hotelmanagement zu überzeugen und man konnte einchecken, allerdings nur, wenn sich der Busfahrer einen Parkplatz in ausreichender Entfernung vom Hotel suchen würde.

Schon auf der Fahrt nach Leipzig – aufgrund der fehlenden Bordtoilette benötigte man für die 350 km immerhin fast 7 Stunden – wurden unsere Hatzbacher Vereinsmitglieder auf den Raststätten von den in Luxusbussen vorfahrenden Ossi-Rentnern nur mitleidig belächelt und jedem einzelnen Vereinsmitglied wurde deutlich, was Solidaritätszuschlag und Aufbau Ost wirklich bedeutet!

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Reisenden kamen wohlbehalten zu Hause an, obwohl es einige schon stutzig machte, dass der Busfahrer während der ganzen Reise eine neonfarbene Warn- bzw. Pannenweste trug!

 

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 018

Ortsdiener 018

Hatzbach: Blose

Von einem besonderen Kommunikationsproblem muss aus der Ohrgasse berichtet werden.

Unser weitbekannter und allseits geschätzter Schmiedemeister – der den hessischen Wurst- und Fleischspezialitäten durchaus nicht abgeneigt ist – ersteht seine geliebten oberhessischen Hausmacherspezialitäten (z.B. auch Leberwurstblasen) seit geraumer Zeit ein paar Häuser weiter bei Diehls Reinhold, seines Zeichens auch 2. Vorstand im Ev. Posaunenchor.

Doch nun zum Kommunikationsproblem: Bei einem seiner letzten Besuche wurde unser Schmiedemeister nun von unserem weitblickenden 2. Posaunenchorchef auf die im Januar stattfindende Goldene Hochzeit des Schmiedemeisters angesprochen:

Hier zunächst für alle Zuhörer sinngemäß die Frage in Hochdeutsch:

“Wie ist es denn mit einem Ständchen zu deiner Golden Hochzeit sehr verehrter Schmiedemeister?“

Nun die tatsächliche Frage des Vorstandes in Platt:

„Wie äses mem blose?“

Da unser Jubilar aber auch zwei Wochen vor seiner Goldenen Hochzeit offensichtlich nur ans Essen dachte, gab er dem verdutzten Bläservorstand keine Antwort, verschwand wortlos und die Schmiedemeistergattin meldete sich erst zwei Tage später im Auftrag ihres Mannes telefonisch bei Diehls mit den Worten:

„Mehr brouche kee Blose; mehr hunn noch genung Läwerworscht deheem!“

 

 


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Bild von Elisabeth Schwiezke, Namen von Helmut Henkel, Hubert Weckesser, Heinrich Weckesser, Elisabeth Vaupel, Paul Schmidt (IRB)

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 045

Ortsdiener 045

Hatzbach: Messerverletzungen

Der Magistrat weist im Zusammenhang mit den historischen Aufführungen und Darstellungen im Rahmen der 750-Jahrfeier in Hatzbach auf die leichtsinnig und unvernünftig zugezogenen Schnittverletzungen durch hochdekorierte Ortbeiratsmitglieder hin, die in solcher Form nicht einfach hingenommen werden können, da bei weiterer anhaltender Unachtsamkeit im Umgang mit Messern und Schneidwerkzeugen jeglicher Art, die ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit des Ortbeirates aufgrund offenkundiger Selbstverstümmelung nicht mehr gewährleistet werden kann.

Binnen kurzer Zeit brachten sich 2 Ortsbeiratsmitglieder verheerende Schnittverletzungen zu.

Einerseits schaffte es unser jüngstes Ortsbeiratsmitglied – ein diplomierter Elektroingenieur – im letzten Akt der ersten Vorstellung des bewegten Theaters „Die Sage vom Jungfernborn“ durch unvorsichtiges Imponiergehabe vor seiner jungen Gespielin – der holden Luisa aus der Eichwaldstraße – sich mit einem gezielten Schnitt fast den Daumen abzutrennen und damit die weiteren Aufführungen zu gefährden, denn ein Ritter, der nicht mit einem Messer umgehen kann, ist es eigentlich nicht würdig einen Adeligen Vorfahren der Familie von Knoblauch zu verkörpern.

Dieser „Ritter von der traurigen Gestalt“ wird von nun an nur noch als „Ritter Wolfgang mit der getapten Hand“ in den Hatzbacher Geschichtsbüchern auftauchen.

Das zweite Ortsbeiratsmitglied – unser „Meckes für Alles“ – verbaute sich auf dem Hessentag in Wetzlar kurz vor dem Festzug die einmalige Chance der Teilnahme und musste feststellen, dass es nicht so einfach ist ein voll funktionstüchtiger Hatzjäger zu sein, und dass das Essen mit den scharfen Hatzjäger-Messern erst gelernt werden muss.

Unser Jung-Hatzjäger – oder soll man lieber sagen Meckie-Messer – fügte sich beim Verzehr der herzhaften Hatzjägerkost eine derartige Schnittverletzung im Mundinnenbereich zu, dass einige Hatzjäger Angst hatten, dass beim nächsten Posaunenchorauftritt die Backe des Trompeters platzen und die Luft dann mit einem Pfeifgeräusch unkontrolliert aus dem Wangenbereich austreten  und er neben der Trompete mit seiner Backe auch noch Panflöte spielen kann.

Nach meinen Informationen wurde die große Wunde im Klinikum in Wetzlar in der Eile so grob zusammengenäht, dass auf dieser Seite im Mundbereich eine solche Narbe entstanden ist, die unser stellvertretender Ortsvorsteher quasi als dritte Kauleiste nutzen kann, mit dem Vorteil, noch größere Schnitzel, noch schneller zu verzehren.