- 754 Jahre Hatzbach

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Start Vereine Wanderfreunde Hatzbachtal Ein Wandertag mit großem Gruselfaktor

Ein Wandertag mit großem Gruselfaktor

Quelle: OP vom 22.05.2017

 

Impressionen

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Hatzbacher Rothemden

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 003

Ortsdiener 003

Hatzbach: Ladykracher

Eine bemerkenswerte Begebenheit ist auch aus unserem Faschingsumfeld zu berichten, denn bei unserer Tanzgruppe den Ladykrachern ist der ganz große Babyboom ausgebrochen.

Da diese überdimensionale und deutlich über dem statistischen Durchschnittswert liegende Fruchtbarkeit unserer Tänzerinnen sich schon weit über die Dorfgrenzen hinaus herumspricht, haben sich bereits mehrere Wissenschaftler und Interessengruppen gemeldet, die der Sache auf den Grund gehen wollen.

So ist zum Beispiel die Frauengruppe „Jungfräuliche Empfängnis“ aus der Wetterrau der Meinung, dass die Tanzdarbietungen unserer Ladykracher hohe Anteile alter, sowohl keltischer als auch indianischer Fruchtbarkeitsrituale beinhalten.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen vermeldet wurde, versuchen bereits einige Ehemänner und Freunde ihre Partnerinnen nicht zu den Übungsstunden zu lassen, um sie vor ungewollter Schwangerschaft zu schützen.

Die Tänzerinnen der Ladykracher planen aber bereits im Voraus: Sie werden im nächsten Jahr nicht mehr als Ladykracher sonder als Mutter und Kind-Jazztanzgruppe auftreten und nennen sich dann die „Supernannys“.

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 049

Ortsdiener 049

Hatzbach: Intimschmuck

Auch Hatzbacher Männer verschließen sich mittlerweile nicht mehr neusten Modetrends und haben – was  z.B. das Tragen von Schmuck betrifft – gehörig aufgeholt. Auch ein dorfbekannter Schumeschter, Beigefreiter aus dem benachbarten Emsdorf und auf Faschingsveranstaltungen schon jahrelang als Hatzbote auftretend, hatte sich als Darsteller des Landgrafen zu Ziegenhain beim bewegten Theater anlässlich unseres Dorfjubiläums, entsprechenden Modeschmuck in Form eines auffälligen Ringes zugelegt.

Nach Beendigung der ersten, nervenaufreibenden fast 3-stündigen Aufführung, in deren Verlauf der Laiendarsteller in seiner Funktion als Landgraf schon einige Blutwurz und leckeres Met verzehrt hatte, musste unser in historische Gewänder gehüllter, blond gelockter Landgraf am Grillplatz, im Dunklen einmal für kleine Hatzboten. Diese Erleichterung funktionierte auch einwandfrei.

Zurück bei seiner Gefolgschaft musste unser Held allerdings feststellen, dass dabei sein kostbarer Siegelring verloren gegangen war.

Die schleunigst herbeigerufene Suchaktion des Hofstaates, der Knappen- und Ritterschaft entlang des mit Urin verseuchten Geländes, brachte keinen Erfolg. Das ganze Theaterensemble machte sich noch stundenlang – unter dem Einfluss weiterer Erfrischungsgetränke – Gedanken, wie denn Ersatz für den kostbaren Ring zu beschaffen wäre.

Auch weitere Gänge an den Ort des Verlustes – die Abstände verkürzten sich im Laufe des Abends – brachten den Ring nicht wieder in den Besitz des Schumeschters.

Doch die anderen noch folgenden 3 Aufführungen fanden wieder mit Siegelring statt. Was war geschehen?

Mit großer Verwunderung musste der Landgrafdarsteller in den frühen Morgenstunden zuhause beim Entkleiden feststellen, dass der Ring niemals weg war und er ihn an der sichersten und wärmsten Stelle des Körpers die ganze Zeit am Mann hatte.

Beim Griff in die enge Lederhose hatte der Ring offensichtlich nur den Finger gewechselt.

Das Theaterstück musste bei den folgenden Aufführungen etwas verändert werden, da sich die übrigen Darsteller weigerten dem wieder beringten Landgrafen die Hand zu geben oder gar – wie bei einem Edelmann sonst üblich – den Siegelring zu küssen.

Da der Ring in der Hose augenscheinlich so bequem zu tragen war, hat sich unser Hatzbote entschlossen das Modell als Intimschmuck für Männer unter dem Label „Uwes Ringe und Gehänge“ auf den Markt zu bringen.

Interessierte Männer können denn Schmuck heute Abend bei den noch ausstehenden Toilettengängen beim Anbieter begutachten.