- 754 Jahre Hatzbach

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Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 049

Ortsdiener 049

Hatzbach: Intimschmuck

Auch Hatzbacher Männer verschließen sich mittlerweile nicht mehr neusten Modetrends und haben – was  z.B. das Tragen von Schmuck betrifft – gehörig aufgeholt. Auch ein dorfbekannter Schumeschter, Beigefreiter aus dem benachbarten Emsdorf und auf Faschingsveranstaltungen schon jahrelang als Hatzbote auftretend, hatte sich als Darsteller des Landgrafen zu Ziegenhain beim bewegten Theater anlässlich unseres Dorfjubiläums, entsprechenden Modeschmuck in Form eines auffälligen Ringes zugelegt.

Nach Beendigung der ersten, nervenaufreibenden fast 3-stündigen Aufführung, in deren Verlauf der Laiendarsteller in seiner Funktion als Landgraf schon einige Blutwurz und leckeres Met verzehrt hatte, musste unser in historische Gewänder gehüllter, blond gelockter Landgraf am Grillplatz, im Dunklen einmal für kleine Hatzboten. Diese Erleichterung funktionierte auch einwandfrei.

Zurück bei seiner Gefolgschaft musste unser Held allerdings feststellen, dass dabei sein kostbarer Siegelring verloren gegangen war.

Die schleunigst herbeigerufene Suchaktion des Hofstaates, der Knappen- und Ritterschaft entlang des mit Urin verseuchten Geländes, brachte keinen Erfolg. Das ganze Theaterensemble machte sich noch stundenlang – unter dem Einfluss weiterer Erfrischungsgetränke – Gedanken, wie denn Ersatz für den kostbaren Ring zu beschaffen wäre.

Auch weitere Gänge an den Ort des Verlustes – die Abstände verkürzten sich im Laufe des Abends – brachten den Ring nicht wieder in den Besitz des Schumeschters.

Doch die anderen noch folgenden 3 Aufführungen fanden wieder mit Siegelring statt. Was war geschehen?

Mit großer Verwunderung musste der Landgrafdarsteller in den frühen Morgenstunden zuhause beim Entkleiden feststellen, dass der Ring niemals weg war und er ihn an der sichersten und wärmsten Stelle des Körpers die ganze Zeit am Mann hatte.

Beim Griff in die enge Lederhose hatte der Ring offensichtlich nur den Finger gewechselt.

Das Theaterstück musste bei den folgenden Aufführungen etwas verändert werden, da sich die übrigen Darsteller weigerten dem wieder beringten Landgrafen die Hand zu geben oder gar – wie bei einem Edelmann sonst üblich – den Siegelring zu küssen.

Da der Ring in der Hose augenscheinlich so bequem zu tragen war, hat sich unser Hatzbote entschlossen das Modell als Intimschmuck für Männer unter dem Label „Uwes Ringe und Gehänge“ auf den Markt zu bringen.

Interessierte Männer können denn Schmuck heute Abend bei den noch ausstehenden Toilettengängen beim Anbieter begutachten.

 

Impressionen

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Gerätehaus erst Ende März

Quelle: OP vom 06.08.2015

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 009

Ortsdiener 009

Hatzbach: Katzbach

Im Rahmen der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ hat sich eine Interessengruppe gebildet, die sich auf die Hege und Pflege sowie Etablierung einer ganz bestimmten Haustierart in Hatzbach spezialisiert hat und deren Zentrum im Bereich des Triftweges, der Trimpersgärten sowie in der Eichwaldstraße liegt. Die Rede ist von großen Katzenliebhabern in diesem Bereich unseres Dorfes.

Da hat es die Eichwaldstraße z.B. gemeinsam geschafft, drei kleine Herbstkatzen durchzufüttern. Überall vor den Haustüren stehen Futterschüsseln, mit dem Erfolg, dass die Kätzchen über Winter so fett geworden sind, dass sie, wenn sie vom Fritze Reinhard bis zum Waschi seiner Schüssel wollen, die Eichwaldstraße nur noch runter rollen.

Da steht ein hochdekorierter Stabsfeldwebel aus dem Triftweg zwei Stunden vor Nachbars Apfelbaum und bittet höflich sein neues kleines Kätzchen: „Komm doch bitte runter Kitty, komm doch bitte runter Kitty!“ Um schließlich resignierend festzustellen, dass es schwieriger ist ein Hauskätzchen vom Baum zu locken, als in Afghanistan einen Taliban aus einem Erdloch!

Da gibt es hochdekorierte Kartheuser Zuchtkatzen, die kaum das Tageslicht sehen und dazu geführt haben, dass wir in Hatzbach - neben den von Knoblauchs zu Hatzbach - noch eine zweite Adelsfamilie haben: Die Kartheuser Katzen „von Sturm zu Trimpersgärten“!

Da gibt es einen Schornsteinfegermeister in der Eichwaldstraße, der jeden Tag auf der Straße nach seinem Rambo pfeift. Allerdings handelt es sich dabei schon fast um Tierquälerei, denn mir ist es völlig unverständlich, wie man einer Katze mit Namen Rambo, der von der Natur her - und auch vom Namensvorbild Rambo her - der lautlose Schleichgang angeboren ist, ein rotes Halsband mit Glöckchen umbinden kann?

Die Katzeneuphorie einiger Bürger gipfelt demnächts wahrscheinlich noch darin, Hatzbach in Katzbach umzubenennen. Das betroffene Ortsgebiet (Eichwaldstraße, Trimpersgärten, Triftweg) wird allerdings von einigen Leuten schon nur noch Muschisiedlung genannt!

Hatzbote - Ortsdiener Uwe Jüngst 051

Ortsdiener 051

Hatzbach: Hänger

Verschiedene Vergehen der letzten Jahre machen es unausweichlich, auch einmal über einen jungen Rentner, Landwirt aus Leidenschaft, der im Dorf besonders durch seinen Deutz-Intrac auffällt und dessen Hof sowohl beim Bewegten Theater, als auch beim Stehen Festzug als Weizenbiergarten eine tolle Kulisse bildete, zu berichten.

Fiel er noch vor 3 Jahren lediglich dadurch auf, dass er auf der Hauptstraße „Im Roten Bach“ ein ordnungsgemäß geparktes Auto übersah und mit seinem Fahrrad als „Paul Guck in die Luft“ einen „Crash-Test“ durchführte – Augenzeugen berichteten, dass er offenbar durch eine junge Dame, welche im knappen 2-Teiler vor dem Haus lag, abgelenkt wurde – so hat er doch im letzten Jahr mit einer Transportaktion den Bogen etwas überspannt.

Die Details:

Unser schneller Paul wollte mit seinem Schwager und einem vom Dippel-Ing. geborgten PKW-Anhänger ein paar Ersatzteile für seinen Deutz-Intrac, so wie er zumindest verlauten ließ, irgendwo bei Kassel abholen. Schnell stellte sich heraus, dass das einzige, was Kassel mit dem Artikelstandort gemein hatte, war, dass es in Kassel eine Holländische Straße gibt, denn die erstanden Ersatzteile mussten fast 400 km entfernt an der holländischen Grenze abgeholt werden. Freunde des Galloway-Rinder-Landwirtes versicherten indes, dass für unseren Deutz-Fahrer alle Orte, die nur 10 km außerhalb der Gemarkung von Hatzbach liegen, „irgendwo bei Kassel“ seien.

Die paar Ersatzteile, die transportiert werden sollten, stellten sich übrigens als komplette Intrac-Kabine sowie zentnerschwere Achse heraus.

Kurz vor der Heimat – nach 380 km in Gilserberg – wurde der exotische Schwertransport von der Polizei gestoppt und dabei festgestellt, dass mehrfach gegen Recht und Ordnung verstoßen wurde:

  1. Die Stützlast / Anhängelast des verwendeten Phielipps-Peugeot reichte nicht aus.
  2. Der Hänger war total überladen.
  3. Der geliehene Dippel-Ing.-Hänger hatte überhaupt keinen TÜV.

Die strafrechtliche Folge für unseren schlauen, schnellen Landwirt, aber auch für den diplomierten Hänger-Besitzer: Bußgeld sowie Punkte in Flensburg!

Wegen der offensichtlichen Defizite in Heimatkunde – unser schnauzbärtiger Landwirt muss beim Heimatkundeunterricht von Grundschullehrer Kirsch wohl nur geschlafen haben – wurde als Nachschulungsmaßnahme angeordnet, dass er bis spätestens Ostern 3 Doppelstunden Sachkundeunterricht – mit dem Schwerpunkt Heimatkunde Hessen – in der 2. Klasse der Grundschule Erksdorf/Hatzbach zu besuchen hat.