- 754 Jahre Hatzbach

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Gedichte - Erika Lerch 013

Mein Hatzbachtal

Dort wo der Wind vom Eichwald weht
und unser kleines Kirchlein steht,
im stillen Tal das Bächlein rauscht,
in diesem Tal sind wir zu Haus.

Es ist das kleine Hatzbachtal,
wo noch die Mühlen stehn im Tal.
Einst mahlten sie für uns das Korn,
das Mühlrad drehte sich nach vorn.

Im Steinbruch einst der Hammer klang
und in dem Baum das Vöglein sang,
das Vögelein es singt noch heut’,
jedoch der Hammerklang - der ist vorbei!

In unserm schönen Hatzbachtal,
da blühen Blumen ohne Zahl.
Der Schäfer mit der Herde zieht
und still für sich singt er ein Lied.

Hast Du das alles schon geseh'n?
Die Täler und die sanften Höhn?
Bleib auch einmal ein Weilchen steh'n,
mein Hatzbachtal, wie bist Du schön!

Erika Lerch

 

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Hessentag

Von dieser Stelle aus möchte ich ganz einfach mal die Gelegenheit nutzen, um den zahlreichen Hatzbacher Ehrenamtlichen aus Ortsbeirat, Vereinen, Feuerwehr aber auch allen engagierten Bürgern zu danken.

Bei der Flut an Sitzungen und Treffen wissen die „Meckes und Co“ oft zu Beginn einer Sitzung nicht, ob es diesmal um Ortspolitik, die Dorferneuerung, den Bunten Abend, die 750-Jahrfeier oder den von allen so geliebten und uns von der Stadt übergestülpten Hessentag 2010 geht.

Es kann nicht sein, dass ehrenamtlich tätige Bürger, die unzählige Stunden ihrer Freizeit investieren, aufgefordert werden in der Woche des Hessentages Urlaub zu nehmen, während städtische Angestellte für die gleichen Aktivitäten bezahlte Überstunden anhäufen. Immerhin wurde den Helfern unlängst ein Helfer-Tshirt mit dem Hessentagslogo versprochen.

Wie aus gut informierten Kreisen berichtet wurde, plant die Stadt, die Stadtverwaltung von Juli bis Dezember zu schließen, damit die vom Hessentag gestressten Angestellten der Stadtverwaltung ihre Überstunden abfeiern können.

Bürgermeister Vollmer plant weiterhin, dass die Ehrenamtlichen der Stadtteile in dieser Zeit unentgeltlich die Verwaltungstätigkeiten übernehmen, damit er in seinem Haus in Bayern die letzten Vorbereitungen für seinen Ruhestand im nächsten Jahr treffen kann.
Bürgermeister Vollmer fühlt sich in Bayern offensichtlich deshalb so heimisch, da die Alpenlandschaft ihn an die - durch die Ausrichtung des Hessentages - angehäuften Schuldenberge der Stadt erinnert.

Um die Schulden zu reduzieren, werden umfangreiche Gebührenerhöhungen auf die Bewohner zukommen: Die Erhöhung der Kindergartengebühren und der Grundsteuer sowie die Reduzierung der freiwilligen Leistungen der Stadt wurden ja bereits angekündigt.
Die blanke Panik seitens der Stadt wird allerdings erst beim Betteln um den Millionenzuschuss durch den Kreis deutlich. Hier gilt offensichtlich nicht die alte Regel: Wer bestellt bezahlt.

Das Ganze ist, wie wenn man sich ein neues Auto bestellt und dann bei der Sozialhilfe einen Zuschuss beantragt.

Das Fazit des Hessentages wird sicherlich in einigen Jahren sein:

Man hat uns zwar Pink präsentiert, dafür sieht die finanzielle Zukunft jetzt alles andere als rosig aus!