- 754 Jahre Hatzbach

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Sanierung der Kirche

Sanierung der Hatzbacher Kirche

Im Jahre 1485-1490 ließ Philipp I. von Knoblauch zu Hatzbach, als Patronatsherr (Schutzherr/Kirchenstifter) im spätgotischen Stil eine Kirche in Hatzbach erbauen. Nachdem die Kirche nach ca. 300 Jahren baufällig geworden war, wurde der Vorderteil abgerissen, jedoch ließ man den hinteren Chor mit dem Sakramentshäuschen und dem Heiratswappen des Erbauers stehen. Über der schönen barocken Tür steht die in Stein gehauene Jahreszahl 1785. Tritt man ein dann empfängt uns kühl das langgestreckte Schiff. Links erreicht man über eine Treppe die Empore und den Zugang zu der erstaunlich gut klingenden Orgel des bekannten Orgelbauers Ziese aus dem Jahre 1851. Geht man durch den Mittelgang in die Kirche hinein, vorbei an den Kirchenbänken, kommt man zum ältesten Teil der Kirche. Hier steht der Altar mit dem Bilde des gekreuzigten Herrn. Es ist dies eine erstaunlich lebendige und innige Darstellung und soll aus dem 9./10. Jahrhundert sein. Es wurde in einem Winkel der Kirche gefunden, wiederhergestellt und erhielt seinen alten Ehrenplatz.

Ende der 90iger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde unsere Kirche teilweise renoviert. Ende 2008 wurde bereits im Deckenbereich des Dachstuhles eine Schädlingsbekämpfung vorgenommen. Seit der letzten Renovierung ergaben sich unterhalb der Deckenflächen im seitlichen Wandbereich eine Abrissfuge und Rissbildungen. Im gesamten Chorbereich (Altteil) waren erhebliche Schäden durch Feuchtigkeit und Ausblühung bauschädlicher Salze vorhanden. Hier musste hinter der Balustrade der Putz teilweise bis zu einem Meter entfernt, das Mauerwerk freigelegt und das Holzpodest entfernt werden. Bei dem Anstrich der Fenster wurde festgestellt, dass ein Fenster erneuert werden muss. An der verputzten Außenfassade wurden erhebliche Mauerwerksrisse festgestellt durch Fehler am gemauerten Fundament. Die Putzrisse mussten geschlossen und dadurch die gesamte Außenfassade neu gestrichen werden. Hinter dem Chor aus dem 15. Jahrhundert (Altteil) ist außen noch aufzugraben, Drainage zu legen und mit Kies aufzufüllen. Der Holzzaun außen soll noch mit einem neuen Anstrich versehen werden. Die umlaufende Außenstützwand ist noch zu reinigen und die offenen Fugen zu schließen. Bei der elektrischen Heizanlage ist der Einbau einer Zeitschalt- und Fernsteuerung vorgesehen. Die gesamten Arbeiten werden sich laut Kostenvoranschläge auf ca. 35.000,00 Euro belaufen.

Günter Schmidt

 

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In diesem Jahr ist es endlich wieder einmal an der Zeit, unseren weit bekannten, mit Orden überhäuften, Sängerbundehrenvorsitzenden, Ehrenfeuerwehrmann, Ehrenschiedsrichter, Ehrenkreuzträger, Ehrenhausmetzger - um nur einige Ehrungen zu nennen - von hier aus zu würdigen, hat er sich doch im letzten Jahr - trotz seines hohen Alters jenseits der 90 - in verschiedenster Weise um den Ort Hatzbach verdient gemacht.

Drei herausragende Ereignisse möchte ich nun nennen!

Auf dem Kreisfeuerwehrfest im Mai in Lohra schaffte er es, als er als ältester Teilnehmer mit seinem Akkordeon auf der Bühne auftrat, dass sich die Veteranen der Alters- und Ehrenabteilungen in ihre Vorkriegs-Jugendzeit zurückversetzt fühlten, indem er das ganze Zelt dazu brachte stramm zu stehen und unter seiner musikalischen Leitung "100 Mann und ein Befehl" zu singen.

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Sein unermüdlicher Einsatz für unser Dorf Hatzbach an allen Fronten gipfelte dann allerdings bei einer Begebenheit in Stadtallendorf.

Unser Ordensträger war mit seinem grünen MO-55 in rasanter Schrittgeschwindigkeit in unserer Kernstadt unterwegs, als er ausgerechnet einem Streifenwagen der Polizei die Vorfahrt nahm. Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle staunten die Polizeibeamten nicht schlecht, wie unser Ehrenmann auf die - von ihm zu erwartenden - 3 Punkte in Flensburg reagierte.

Laut Polizeiprotokoll äußerte sich der Fahrer des grünen MO-55 nämlich wie folgt:

"Was, 3 Punkte für Flensburg? Was will den Flensburg mit den 3 Punkten? Gebt die 3 Punkte lieber dem SSV Hatzbach. Die benötigen die Punkte mehr, denn die wollen aufsteigen!"

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Jetzt noch eine kurze Eilmeldung vom letzten Wochenende: Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Ev. Posaunenchor Hatzbach aufgelöst und existiert als erste Hatzbacher Frauenverwirklichungsgruppe ab sofort weiter. Wie sonst ist es zu erklären, dass neben der Chorleitung, der Schriftführung und der Jugendwärtin, nun auch der erste Vorstand eine Frau ist.

Der Posten des 2. Vorsitzenden wurde umfunktioniert: Reinhold Pausch vertritt ab sofort als Männerbeauftragter bei den Vorstandssitzungen das ehemals starke Geschlecht.

Politische Gremien und der Hatzbacher Verfassungsschutz sehen diese Entwicklung mit Besorgnis, deutet doch vieles darauf hin, dass der bekannte Erbbauer und Metallfacharbeiter aus unserer Ostprovinz  „Backhaus-merchel“ auf diese Weise schleichend – in Form seiner Töchter Kata und Franzi – die Macht in Hatzbach übernehmen will.

Einladung zum Richtfest der Grillhütte